Infineon eröffnet offiziell Chipfabrik in Österreich

Infineon eröffnet offiziell Chipfabrik in Österreich

Infineon hat am Standort Villach, Österreich, offiziell seine Chipfabrik für Leistungselektronik auf 300-mm-Dünnwafern eröffnet.

Mit 1,6 Milliarden Euro (1,9 Milliarden US-Dollar) beziffert der Zulieferer die getätigten Investitionen, die eines der größten Projekte dieser Art in der Mikroelektronik-Branche in Europa darstellen.

Eröffnet wurde der Standort Villach von Infineon CEO Reinhard Ploss, Infineon Austria CEO Sabine Herlitschka sowie EU-Kommissar Thierry Breton und dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Infineon hat 2018 den Bau des Power Electronics Chip Plant (Energy Saving Chips) angekündigt. „Das neue Werk ist ein Meilenstein für Infineon und die Eröffnung ist eine sehr gute Nachricht für unsere Kunden.“ , sagte Ploss.

„Der Zeitpunkt für den Aufbau neuer Kapazitäten in Europa könnte angesichts der weltweit steigenden Nachfrage nach Leistungshalbleitern nicht besser sein. Die letzten Monate haben deutlich gezeigt, wie unverzichtbar die Mikroelektronik in nahezu allen Lebensbereichen ist.

„Angesichts der beschleunigten Digitalisierung und Elektrifizierung gehen wir davon aus, dass die Nachfrage nach Leistungshalbleitern in den kommenden Jahren weiter steigen wird. ”

Nach dreijähriger Vorbereitungs- und Bauzeit wurde die Anlage Anfang August drei Monate früher in Betrieb genommen. In der ersten Ausbaustufe werden die Chips hauptsächlich zur Deckung des Bedarfs der Automobilindustrie, von Rechenzentren und der regenerativen Energieerzeugung aus Solar- und Windkraft eingesetzt. Auf Konzernebene erschließt das neue Werk Infineon zusätzliches Umsatzpotenzial von rund 2 Mrd. € pro Jahr.

„Die neue Chipfabrik ist ein wirtschaftliches und technologisches Leuchtturmprojekt für ganz Österreich“, sagte die österreichische Bundeskanzlerin.

„Ich danke allen Verantwortlichen für ihr Engagement für unser Land, das 400 zusätzliche Arbeitsplätze schafft. Die enorme Investition von 1,6 Milliarden Euro zeigt, dass Österreich als Wirtschafts- und Technologiestandort hervorragende Rahmenbedingungen und das nötige Mitarbeiter-Know-how zu deren Umsetzung bietet.

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„Wir in der Bundesregierung wollen weiter stark in die Digitalisierung investieren, um uns im globalen Wettbewerb bestmöglich zu positionieren. ”

Sabine Herlitschka, CEO von Infineon Technologies Austria, ergänzt: „Infineon hat mit dieser Investition bewiesen, dass es auch in der hart umkämpften Mikroelektronikindustrie möglich ist, attraktive Produktionsstandorte in Europa aufzubauen.

„Mit dieser Investition setzen wir neue Maßstäbe. Villachs Energiesparchips werden zu wesentlichen Bausteinen der Energiewende. Damit leisten wir einen relevanten Beitrag zum europäischen Green Deal und darüber hinaus. ”

Beim Bau der Anlage hat das Unternehmen auf Möglichkeiten zur Verbesserung der Energiebilanz geachtet: 80 % des Wärmebedarfs des Standorts werden durch die Verwertung der Abwärme der Kühlsysteme und rund 20.000 Tonnen CO . gedeckt 2 wird jedes Jahr gespeichert. Durch den Einsatz von Abluftreinigungsanlagen werden die direkten Emissionen praktisch auf null reduziert.

Ein weiterer wichtiger Schritt im Sinne einer nachhaltigen Produktion und der Kreislaufwirtschaft ist die Produktion und das Recycling von grünem Wasserstoff. Der in der Produktion als Prozessgas benötigte Wasserstoff wird ab Anfang 2022 direkt vor Ort in Villach aus erneuerbaren Energien erzeugt.

Dadurch wird das CO . entfernt 2 -Emissionen während der ursprünglichen Herstellung und des Transports. Der grüne Wasserstoff wird nach dem Einsatz in der Chipproduktion recycelt und zum Antrieb von Bussen des öffentlichen Nahverkehrs verwendet.

Die neue Chipfabrik verfügt über eine Bruttofläche von ca. 60.000 m². Die Produktion wird in den nächsten vier bis fünf Jahren sukzessive gesteigert. Von den 400 zusätzlichen Fachkräften, die für den Betrieb der Anlage benötigt werden, sind bereits mehr als zwei Drittel eingestellt.

„Infineon verfügt nun über zwei große Fertigungsstandorte für Leistungshalbleiter für dünne 300-mm-Wafer, einen in Dresden und einen in Villach“, sagte Jochen Hanebeck, COO von Infineon. „Beide Standorte basieren auf den gleichen Konzepten der standardisierten Produktion und Digitalisierung. Dadurch können wir die Fertigungsabläufe an beiden Standorten so steuern, als wären sie eine Fabrik. Wir steigern die Produktivität und schaffen zusätzliche Flexibilität für unsere Kunden.

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„Tatsächlich können wir die Produktionsmengen verschiedener Produkte schnell zwischen den Standorten verschieben und so schneller auf deren Bedürfnisse reagieren. ”

Die Chips werden auf dünnen 300-mm-Wafern hergestellt, die mit 40 Mikrometern dünner sind als ein menschliches Haar. Villach ist das Kompetenzzentrum des Konzerns für Leistungshalbleiter.

Hier wurde vor etwa zehn Jahren die Produktion von Leistungshalbleitern auf 300 mm dünnen Wafern entwickelt. Diese wurde in den letzten Jahren am Standort Dresden auf die vollautomatisierte Serienfertigung ausgeweitet.

Der Einsatz der Technologie bringt aufgrund des größeren Wendeplattendurchmessers Produktivitätsvorteile und reduziert den Investitionsaufwand.

https://www.infineon.com/cms/de/über-infineon/presse/pressemitteilungen/2021/INFXX202109-098.html

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