Zoom: Die Aktie von Video Services fällt, da das Unternehmen explosionsartig wächst

Zoom: Die Aktie von Video Services fällt, da das Unternehmen explosionsartig wächst

Die Koronakrise fordert einen Tribut von der Wirtschaft, aber es gibt auch Nutznießer der Pandemie. Einer von ihnen ist der Videodienst Zoomen. Das Unternehmen ist im letzten Quartal weiterhin explosionsartig gewachsen, aber für Investoren nicht schnell genug. Nach Bekanntgabe der neuen Geschäftszahlen ging der Zoom-Anteil vorübergehend um rund acht Prozent zurück.

Der Umsatz stieg innerhalb eines Jahres von 166,6 Mio. USD im dritten Quartal auf gut 777 Mio. USD. Im dritten Quartal des im Oktober endenden Geschäftsjahres stieg der Jahresgewinn sogar von 2,2 auf 198,4 Millionen Dollar. Der steigende Gewinn basiert auf der Mehrheit der Benutzer, die sich für ein kostenpflichtiges Abonnementmodell entschieden haben, wie das Unternehmen angekündigt hat.

Das US-Unternehmen hat jetzt 433.700 Kunden mit mehr als zehn Mitarbeitern, eine Steigerung von 485 Prozent. Zoom Video ist auch für das laufende Quartal zuversichtlich und erwartet einen Umsatz zwischen 806 und 811 Millionen US-Dollar. Das ist mehr als von Analysten erwartet.

Der Preisverfall nach Geschäftsschluss könnte damit zusammenhängen, dass Zoom zwischen Oktober und Dezember eine höhere Kundenabwanderung als üblich erwartet. Das Unternehmen begründete dies mit dem höheren Anteil an Kunden, die nur monatliche Abonnements gebucht hatten. Ein weiterer Grund könnte die Besorgnis der Anleger sein, dass Zoom bereits auf dem Höhepunkt ist. Die Nachrichtenagentur AP schreibt.

Einer der Gewinner der Koronakrise

Zoom war damit Coronakrise stieg in eine neue Liga auf. Das Unternehmen sollte ursprünglich Videokonferenzen für Unternehmen anbieten. Während der Pandemie nahm jedoch nicht nur der Einsatz in Unternehmen zu; Auch Privatpersonen nutzten Zoom zunehmend – zum Beispiel für Familientreffen.

READ  Corona-Krise in Frankfurt: Die ersten Geschäfte am Zeil verkürzen ihre Öffnungszeiten

Wie sehr das Unternehmen von der Koronakrise profitierte, wurde deutlich, nachdem das Unternehmen Biontech bekannt gab, dass es einen Koronaimpfstoff gefunden hatte. Während die Aktien der Pharmaunternehmen in die Höhe schossen, brach Zoom an den Aktienmärkten zusammen um mehr als zwölf Prozent.

Investoren, die sich weiterhin auf Zoom verlassen, gehen laut AP davon aus, dass das Unternehmen auch nach der Corona-Krise viele Abonnenten halten wird. Dementsprechend werden sich Firmenkunden weiterhin auf das Home Office verlassen und Geschäftsreisen einschränken, was ein Videokonferenz-Tool unerlässlich macht.

Das 2011 in San Jose gegründete Unternehmen, das seitdem mit Sicherheitslücken zu kämpfen hat, beispielsweise bei der Verschlüsselung oder beim sogenannten Zoom-Bombing, ist nicht ohne Konkurrenz. Videoanrufe und Konferenzen sind beispielsweise auch über Microsoft Teams, Webex von Cisco oder Angebote der Technologiegiganten Google und Facebook möglich.

Ikone: Der Spiegel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.