Österreichischer Außenminister in Brüssel: "Sanktionen zeigen Wirkung" - Vindobona.org

Österreichischer Außenminister in Brüssel: „Sanktionen zeigen Wirkung“ – Vindobona.org

Der Rat für auswärtige Angelegenheiten in Brüssel trat diese Woche zusammen, um den Stand der russischen Aggression in der Ukraine und die Koordinierung der damit verbundenen Sanktionen und Hilfeleistungen zu erörtern. Auch die Beziehungen zu lateinamerikanischen und karibischen Ländern sowie digitale Diplomatie standen auf der Tagesordnung.

Auch Außenminister Alexander Schallenberg nahm am Außenrat teil, der am 18. Juli 2022 stattfand.

Schallenberg betonte, dass EU-Sanktionen gegen Russland Wirkung zeigen und russische Narrative, die dies nicht tun, keinesfalls akzeptiert werden sollten. Obwohl die Sanktionen nur für einen längeren Zeitraum gelten, wird die russische Wirtschaft in diesem Jahr trotz des anhaltenden Wachstums der EU-Wirtschaft voraussichtlich um rund 10 % schrumpfen. Dennoch sollten andere Sanktionen mit Augenmaß angewendet werden. Um die Schlupflöcher zu füllen, die Wirksamkeit der Sanktionen zu erhöhen und den Druck auf Russland zu erhöhen, verstärken die im Rat diskutierten neuen Sanktionen nur die bestehenden Sanktionen.

Mit einem Appell an seine Amtskollegen: „Ich glaube, Politik und Wirtschaft sind sich einig: Wir wollen in einer Welt leben, in der die Regeln gelten, in der pacta sunt servanda die Rechtsstaatlichkeit, das Völkerrecht, gilt und in der es nicht das Recht der Rechten ist der stärkste, der zählt“, betonte er die Notwendigkeit von Sanktionen.

Es ist auch wichtig, dass neue Sanktionen Russland mehr schaden als den Bürgern der Europäischen Union. Ein gemeinsames Vorgehen aller EU-Staaten hat für Österreich oberste Priorität.

„Wir haben uns bisher so gut geschlagen und sind so vereint, lasst uns dafür sorgen, dass wir uns jetzt nicht spalten!“ Berufung von Außenminister Alexander Schallenberg.

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Es fand eine Videokonferenz mit dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba statt, der per Video aus Kiew anwesend war, um zu erörtern, wie die EU die Ukraine weiter unterstützen kann. Allein Österreich hat bisher rund 80 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für die Ukraine und besonders betroffene Staaten geleistet. Im Rahmen der Europäischen Friedensfazilität wird eine Unterstützung von 500 Millionen Euro bereitgestellt.

Während des russischen Angriffskrieges wurden geopolitische Umwälzungen verursacht, wodurch es wichtiger wurde, die Beziehungen zu anderen gleichgesinnten Regionen wie Lateinamerika und der Karibik zu intensivieren. Daher erörterte der Rat, wie die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen weiter gestärkt werden können.

Beim dritten Tagesordnungspunkt, der digitalen Diplomatie, spielte auch der russische Angriffskrieg eine Rolle. Seit dem 24. Februar haben Cyberangriffe, Internet-Desinformationen und Deepfakes massiv zugenommen. Österreich sprach sich daher für verstärkte EU-Investitionen aus, um diesen Trends entgegenzuwirken.

BMEIA Bundesministerium für Europäische Integration und Äußeres

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