Ministertreffen zur Zukunft der Wälder in der EU

Ministertreffen zur Zukunft der Wälder in der EU

Wälder gehören zu den dominierenden Landschaftsmerkmalen in der EU: Sie bedecken rund 40 Prozent des EU-Gebiets und haben einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensqualität ihrer Bürger. Sie bieten einzigartige Lebensräume für Flora und Fauna, sorgen für erneuerbare Ressourcen und saubere Luft und tragen zur menschlichen Gesundheit bei. Sie schützen uns vor Naturgefahren, retten viele Arbeitsplätze und sind ein wichtiger Freizeitfaktor. EU-Wälder und nachhaltige Waldbewirtschaftung leisten einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Ziele des europäischen Grünen Deals. In diesem Zusammenhang diskutierten heute Minister aus Deutschland, Finnland, Schweden, der Slowakei und Slowenien die Zukunft der EU-Forstpolitik.

Minister Podgoršek unterstrich während der Diskussion, dass Slowenien die Förderung einer nachhaltigen, multifunktionalen und naturnahen Waldbewirtschaftung unterstütze, die die drei Säulen ökologisch, sozial und ökonomisch berücksichtigt. „Slowenien unterstützt traditionell eine aktive Waldbewirtschaftung, weil sie uns ermöglicht, alle Waldfunktionen zu erfüllen. Wälder spielen eine wichtige Rolle bei der Erreichung nationaler, europäischer und globaler Ziele. Eine nachhaltige, naturnahe und multifunktionale Waldbewirtschaftung trägt dazu bei, die Nutzung von Holzprodukten zu schaffen, fossile Materialien und Brennstoffe zu ersetzen, sowie den Schutz der Biodiversität, die Gewährleistung grüner Arbeitsplätze und die Entwicklung der Bioökonomie und der ländlichen Entwicklung, wo Holz ist eine wichtige Einnahmequelle für landwirtschaftliche Betriebe und Waldbesitzer.

Nach Ansicht des Ministers ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Mitgliedstaaten zusammenarbeiten und Meinungen austauschen, um die Wälder so weit wie möglich an den Klimawandel anzupassen. „Um die Ziele zu erreichen, ist es wichtig, die Stakeholder einzubeziehen. Als Beispiele für bewährte Verfahren können nationale Prozesse wie der in Slowenien erfolgreich umgesetzte Walddialog dienen. In Slowenien führen wir Gespräche mit allen Interessengruppen. die gesamte Wald-Holz-Kette sowie der Tourismus beeinflussen Naturschutz und ländliche Entwicklung und stellen eine der Säulen der grünen, Kreislauf- und digitalen Wirtschaft dar.

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Elf EU-Mitgliedstaaten (Deutschland, Frankreich, Finnland, Schweden, Slowakei, Österreich, Estland, Lettland, Ungarn, Polen und Rumänien) haben eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet und der Europäischen Kommission vorgelegt. Slowenien gehört nicht zu den Unterzeichnern der Erklärung, da es die EU-Ratspräsidentschaft innehat und eine neutrale Position einnimmt.

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