Österreichische Pensionskassen verwalten einen Großteil des beitragsorientierten Planvermögens |  Neu

Österreichische Pensionskassen verwalten einen Großteil des beitragsorientierten Planvermögens | Neu

Laut einem Bericht der Aufsichtsbehörde FMA verwalten die österreichischen Pensionskassen mittlerweile 78 % des Vermögens der beitragsorientierten (DC) Pläne, 18 % der leistungsorientierten Pläne (DB) und 4 % der sonstigen Pensionspläne professionell.

Neu eingestellten Mitarbeitern stehen häufig keine leistungsorientierten Pläne zur Verfügung, sodass beitragsorientierte Pläne die vorherrschende Regelung seien, fügte er hinzu.

Die Mitgliederzahl wuchs von 994.752 Ende letzten Jahres auf erstmals über eine Million, genau auf 1.003.352 im Juni dieses Jahres.

Lediglich 23% der Arbeitnehmer haben Anspruch auf eine Pension einer Pensionskasse und 12% aller Leistungsberechtigten erhalten bereits eine Pension.

Die Mehrzahl der Pensionskassen verwaltet Verträge von weniger als 60.000 Begünstigten mit einem ausstehenden Betrag von weniger als 2 Milliarden Euro, mit Ausnahme der Bundespensionskasse, die rund 243.000 Begünstigte mit einem Gesamtvermögen von 1,3 Milliarden Euro verwaltet.

Die Beiträge beliefen sich auf 1,2 Milliarden Euro und überstiegen damit die Leistungen in Höhe von 1 Milliarde Euro, teilte die FMA mit.

Die nach Mitgliederzahl und Vermögen größten Pensionskassen Österreichs seien die VBV-Pensionskasse, die Valida und die APK Pensionskasse.

Die FMA stellte fest, dass der Trend der Marktkonsolidierung anscheinend beendet ist und die Zahl der Pensionskassen im Jahr 2020 von Jahr zu Jahr unverändert bei acht liegt.

Aktien, erste Anlageklasse

Investitionen in Aktien stellen laut einem Gutachten der FMA mit insgesamt 10 Milliarden Euro erstmals die erste Anlageklasse in den Beständen der Pensionskassen dar.

Die Anlagen der Pensionskassen in Publikumsaktien und im Privatmarkt erreichten im zweiten Quartal dieses Jahres mit 39 % der Anlageklassen den höchsten Bestand an Portfolios, gefolgt von Anleihen mit 34 %, Krediten mit 7 %, Immobilien mit 5 % und andere Investitionen mit 13 %, so der Bericht.

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Infrastrukturallokationen machen bislang nur einen kleinen Teil der Portfolios aus, wobei im zweiten Quartal dieses Jahres mit 447 Mio. laut der Meldung. hinzugefügt.

Stattdessen sank der Anteil der Anleihen im Bestand der Pensionskassena im ersten Halbjahr dieses Jahres trotz höherer Bewertungen, beispielsweise von Staatsanleihen, um 313 Millionen Euro im Vergleich zum vierten Quartal des Vorjahres. Sie beträgt nun 9 Mrd. € oder 34 % der Bilanzsumme.

Pensionskassen legen mehr als 95 % ihres Vermögens direkt über Fonds an, die oft als Spezialfonds oder Dachfonds von Pensionskassen verwaltet oder stark beeinflusst werden.

Sie erzielten im ersten Halbjahr des laufenden Jahres eine Rendite von 4,8% bei einem verwalteten Vermögen von 26,2 Mrd. €.

Von den 12,17 Milliarden Euro, die in Aktien und Unternehmensanleihen investiert sind, sind laut einer von der FMA mit PACTA durchgeführten Portfolioanalyse rund 1,33 Milliarden Euro bzw. rund 5,1 Prozent der Gesamtinvestitionen in klimarelevante Sektoren investiert.

Bei Aktien finanzieren Pensionskassen mit rund 7,2 % der identifizierten Beteiligungen die Sektoren Stromerzeugung, Automobilproduktion sowie Öl- und Gasförderung. Bei Unternehmensanleihen machen diese drei Sektoren 14,7 % der Investitionen aus.

Österreichische Pensionskassen haben ein geringeres Engagement im Öl- und Gassektor in Aktien, während Investitionen im Strom- und Automobilsektor in Unternehmen getätigt werden, die einen höheren Anteil an emissionsarmen Technologien haben.

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