Wie Berlin den EU-Streit mit Polen und Ungarn beigelegt hat

Wie Berlin den EU-Streit mit Polen und Ungarn beigelegt hat

ichIn der polnischen Hauptstadt Warschau ließ der liberale Bürgermeister am Mittwoch die Stadtbusse mit der europäischen Flagge schmücken – in der Hoffnung auf eine Einigung im Haushaltsstreit in der ich. Die Regierungslinie war immer noch, dass sie zusammen mit Ungarn das 1,8-Billionen-Euro-Corona-Paket mit einem Veto aus Protest gegen den neuen Rechtsstaatlichkeitsmechanismus blockieren würden.

Thomas Gutschker

Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die NATO und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.

Hendrik Kafsack

Gerhard Gnauck

Gerhard Gnauck

Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

Aber dann trat er mit dem Entwicklungsminister und stellvertretenden Regierungschef ein Jaroslaw Gowin der Führer des gemäßigten Flügels in der nationalkonservativen Regierung vor der Presse. Im Parlamentsgebäude baute sich eine Phalanx der ihm zur Seite stehenden Abgeordneten auf, davor Gowin. Der Minister sagte flehend: „Ein Abkommen ist möglich, das sowohl die Souveränität Polens als auch ein gemeinsames Europa garantiert.“

Die polnische Rechtsposition bleibt erhalten, und für die nächsten sieben Jahre werden weit über hundert Milliarden Euro für Polen eingespart. Mit einer Einigung in Brüssel auf dem Gipfel wird auch die Regierung der „Vereinigten Rechten“ gerettet. Die Alternative sind bevorzugt Neuwahlen und das Ende dieser Regierung.

Deutschland, Polen und Ungarn hatten mehr oder weniger eine Einigung über den Handel erzielt; Gowin wollte keine Details preisgeben. Sie würden „natürlich unseren europäischen Partnern erzählen“ und dem polnischen Premierminister Mateusz Morawiecki.

Orbán war überraschend in Warschau

Die Reaktion in Brüssel war zunächst verhalten. „Wir warten immer noch auf die endgültige Bestätigung“, sagte ein Diplomat. Gowins Aussagen wurden jedoch nicht geleugnet oder als verfrüht bezeichnet.

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Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft gab Polen und Ungarn am Montagmorgen eine letzte Frist, um „klare Signale“ zu senden und sich von ihrem Veto gegen das Corona-Paket zu lösen. Andernfalls würde „Plan B“ initiiert, drohte ein hochrangiger EU-Diplomat. Die 25 anderen Mitgliedstaaten hätten zumindest den Corona-Wiederaufbaufonds in Höhe von 750 Mrd. EUR ohne Polen und Ungarn vorangetrieben. Andernfalls hätte es zu Beginn des Jahres ein Notfallbudget gegeben, das zu schmerzhaften Kürzungen der Strukturhilfe geführt hätte, nicht zuletzt für Polen und Ungarn.

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