Tourismus unter Corona-Bedingungen: Nostalgie nach Mallorca

Tourismus unter Corona-Bedingungen: Nostalgie nach Mallorca

S.Bei „Ballermann 6“ passiert nichts. In der Strandbar am Playa de Palma sind fünf Tische besetzt. Die Kellnerin serviert frisch gepressten Orangensaft und Mineralwasser zu leiser Loungemusik. Nur ein Tisch bestellt eine Runde Bier. Das ehemalige Epizentrum von „Malle“ ist nicht wiederzuerkennen. Eine Handvoll sonnenverbrannter Deutscher sieht für Gleichgesinnte am Strand vor der Bar desorientiert aus. Ihre Spieluhr dröhnt: „Party, Palmen, Frauen und ein Bier. Wir wollen tolle Tage. „Ein paar Bars auf Mallorca haben sie getroffen, aber niemand stimmt zu. Sie hielten schnell die Klappe, als ob sie sich schämen würden. Peter Wackels schlug „Heimweh nach der Insel“. In den langen Wochen der Schließung träumten viele Deutsche wie er „im nächsten Flugzeug ins gelobte Land“: Der erste war kaum geflogen Corona-Gehen Sie runter und die Maschinen flogen wieder, deutsche Touristen waren Pioniere auf Mallorca. Der erste kehrte im Juni an den Sandstrand östlich von Palma zurück.

Aber der harte Kern der „Schützen“ ist dort genauso obdachlos wie ihre Idole Peter Wackel, Ikke Hueggold, Tim Toupet und die ehemalige Pornodarstellerin Mia Julia: Megapark und Bierkönig, in denen während der Gigs täglich Tausende von Menschen beschäftigt waren der Parteisänger haben seit Ausbruch der Pandemie nicht wieder geöffnet. Sie werden es wahrscheinlich auch dieses Jahr nicht tun. Anschließend schloss die balearische Regierung auch die Bars in der „Beer and Ham Street“. Es hatte wenig zu tun, nachdem die deutschen Minister vor einem „zweiten Ischgl bei Ballermann“ gewarnt hatten. Ein paar hundert Deutsche waren für eine Nacht dorthin zurückgefallen. Ohne Gesichtsmaske und Distanz feierten sie es, als wäre es da Virus nie gegeben.

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Limonade statt Bier am Strand

Am nächsten Tag war alles wieder vorbei. Auf den Strandpartys geben jetzt die Stimmen fröhlicher Kinder den Ton an. Eine große Familie feiert den fünften Geburtstag der kleinen Catalina. Sie brachten Klapptische für die Geschenke und ein kleines Buffet. Anstelle von Bier gibt es Limonade; Anstelle von Deutsch mit Rhein- oder Ruhrpott-Akzent ist der etwas laut klingende mallorquinische Katalanisch, den die Einheimischen sprechen, überall am Strand von S’Arenal zu hören. Sie entdeckte die fünf Kilometer lange Sandbucht wieder. Besonders abends und am Wochenende kommen immer mehr Menschen, weil sie nicht mehr mit lauten Touristen um laute Handtücher kämpfen müssen. Im Planschbecken Europas, das in karibischen Farben leuchtet, ist Ende Juli so viel Platz wie normalerweise nur in der Vorsaison.

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