Wie James Bond die Art und Weise, wie wir reisen, für immer verändert hat

Wie James Bond die Art und Weise, wie wir reisen, für immer verändert hat

Während dieser Zeit und in mittlerweile 25 offiziellen Filmen ist 007 viel gereist. Und das nicht nur in Jamaika (obwohl er ein regelmäßiger Besucher war). Er tauchte in Lateinamerika (Argentinien und Guatemala spielen beide in Moonraker von 1979, auch wenn Rio allen die Show stiehlt) und im Fernen Osten (Thailand hat vor der Kamera selten besser ausgesehen als in The Man at the Golden Pistol von 1974).

Es erstreckte sich über die Vereinigten Staaten (Diamonds Are Forever von 1971 streift durch die Kasinos von Las Vegas; Live and Let Die von 1973 entfaltet sich durch seine absurde Handlung inmitten der Hitze von New Orleans und dem tiefen Süden; A View to a Kill von 1985 ist eine Tugend des letzten Akts San Francisco und die Golden Gate Bridge). Tatsächlich tourte es um die Welt, manchmal innerhalb desselben Films; Octopussy von 1983 spricht sowohl das Berlin der Zeit des Kalten Krieges als auch die Paläste von Rajasthan an.

Zugegeben, seine Feinde haben das Credo und das Land den geopolitischen Gezeiten entsprechend geändert. Und die Heiterkeit oder Grobheit seines Charakters schwankte je nach dem Schauspieler, der den Wodka Martini trank, und den Nebenkartenverkäufen konkurrierender Spionagefilm-Franchises (Hallo, Mr. Bourne). Doch Bond hat den Zuschauer immer auf eine Art und Weise mit auf seine Reisen genommen, die Sehnsucht und Fernweh weckt: Zuckerhut in Brasilien als Kulisse für einen weiteren epischen Kampf; Phang Nga Bay in Thailand in der Silhouette bei Sonnenuntergang.

In einem Artikel mit dem Titel „Licensed to Look: James Bond and the Heroism of Consumtion“ (veröffentlicht 2003 als Teil einer Sammlung von Essays zu 007, The James Bond Phenomenon: A Critical Reader), Michael Denning, Kulturhistoriker in Yale University, argumentiert, dass Bond „der ideale Tourist“ ist, mit Geld, Pass und dem Ziel, grenzenlos zu reisen. „Flemings Abenteuer“, schreibt Denning, „sind wirklich Freizeitgeschichten; Geschichten, in denen Freizeit kein Pauschalurlaub ist, sondern ein Abenteuer, eine sinnvolle Zeit.

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Bond ist also nicht nur eine Art Reise-Influencer-Prototyp, sondern auch ein filmisches Abbild dessen, wie sich die internationale Urlaubsbranche in den vergangenen 60 Jahren entwickelt hat – von Menschen auf der Suche nach immer weiter entfernten Horizonten und mehr Luxus.

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