Elon Musk im Gespräch mit Mathias Döpfner: "Es geht darum, das Leben zu fühlen"

Elon Musk im Gespräch mit Mathias Döpfner: „Es geht darum, das Leben zu fühlen“

Mathias Döpfner: Wolfgang Schäuble, ein kluger deutscher Politiker, sagte: „Wenn unser Grundgesetz einen absoluten Wert hat, dann ist das Menschenwürde. Es ist unantastbar. Aber es schließt nicht aus, dass wir sterben müssen. „“

Elon Musk: Jeder muss sterben.

Döpfner: Jeder muss sterben, aber die Menschenwürde muss geschützt werden. Auch in Zeiten von Corona. Haben Sie Ihre Meinung über das Virus während Ihrer eigenen Infektion geändert?

Moschus: Nein nicht wirklich.

Döpfner: Wie wird die Situation im nächsten Sommer sein? Ist der Impfstoff die Lösung?

Moschus: Wir werden so viele Impfstoffe haben, dass wir nicht wissen, was wir damit machen sollen.

Döpfner: Und es gibt positive Auswirkungen auf die Krebsforschung.

Moschus: Die Entwicklung der Impfstofftechnologie wird derzeit verbessert. MRNA-Impfstoffe sind besonders interessant, da sie auch potenzielle Heilmittel für Krebs sein können. Ich denke an die Arbeit von Biontech, Curevac, Moderna; mRNA ist die Zukunft der Medizin. Grundsätzlich kann man alles mit mRNA behandeln. Es ist sozusagen wie ein Computerprogramm, ein synthetischer Virus. Und Sie können es so programmieren, dass es macht, was Sie wollen. Sie könnten sich sogar in einen Schmetterling verwandeln.

Döpfner: Diese Technologie wird auch die Wirtschaft enorm ankurbeln.

Moschus: Ja, diese Unternehmen bekommen viel Geld. Und was Corona betrifft: Wir sind beim Testen viel besser geworden. Die Technologie hat sich enorm verbessert.

Döpfner: Würden Sie zustimmen, dass es drei Prioritäten gibt: 1. dass wir die menschliche Intelligenz in ihren Möglichkeiten stärken und erweitern müssen; Sie tragen mit Neuralink dazu bei. 2. dass wir eine gute Regierungsführung brauchen, um sicherzustellen, dass diese Superintelligenz nicht in den Händen einiger weniger liegt; 3. Dass wir eine flexible, agile, dh schnellere Form der Regulierung brauchen?

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Moschus: Ja, absolut.

Döpfner: Welche Rolle wird China in diesem Zusammenhang spielen? China hat ganz andere Ideen als der Westen. Nur was dem Wohl der Zentralregierung und der Kommunistischen Partei dient, wird tatsächlich unterstützt. Ethische Bedenken, Demokratie oder Freiheit und Menschenrechte spielen keine Rolle. Ist Regulierung nicht ein Instrument, das den Westen diskriminiert und China bevorzugt, weil es teilweise nicht unsere ethischen Standards teilt? Hat das totalitäre China im Wettrüsten um die Vorherrschaft in der künstlichen Intelligenz einen Vorteil?

Moschus: Nach meiner Erfahrung ist die chinesische Regierung für die Menschen in China sehr zugänglich. Wenn ich mich mit chinesischen Regierungsbeamten treffe, sind sie immer sehr besorgt um das Wohlergehen der Menschen. Obwohl es in China nur eine Art Einparteiensystem gibt, ist das Wohlergehen der Menschen – und das scheint fast ironisch – sehr besorgt. Sie reagieren dort möglicherweise sogar sensibler auf die öffentliche Meinung als ich aus den USA kenne.

Döpfner: Zum ersten Mal in unserem Gespräch möchte ich Ihnen massiv widersprechen. China kümmert sich nicht ernsthaft um Menschenrechte, Freiheit und den Einzelnen. Sehen Sie eine Chance, dass westliche Demokratien das Wettrüsten gegen China gewinnen können? Wie werden China, Amerika, Ost und West mit KI umgehen? Wer regiert wen?

Moschus: Google und DeepMind, Teil von Google, sind die weltweit führenden Unternehmen auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz. Ich weiß nicht einmal, wer danach kommt. Die Chinesen sind sehr bemüht. Sie können auch Fortschritte machen. Aber sie kommen Google und DeepMind nicht nahe.

Döpfner: Mal sehen. Ich denke, sie werden mit Lichtgeschwindigkeit aufholen. Wird die neue amerikanische Regierung die Politik gegenüber China grundlegend ändern? Oder wird Biden die China-Politik der Trump-Regierung fortsetzen?

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Moschus: Ich bin mir nicht sicher, welche Politik Biden gegenüber China hat. Einige Dinge, die Trump tat, machten sicherlich Sinn. Ich denke zum Beispiel an sein Beharren auf der Gleichheit der Zölle. Ich stimmte nicht unbedingt allen Methoden zu, aber ich stimme dem Konzept zu: Wir müssen für niedrige und symmetrische Tarife kämpfen. Und das sollten wir weltweit tun.

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