Thilo Sarrazin - Hohe SPD-Gerichtsentscheidung: Er muss die Partei verlassen

Thilo Sarrazin – Hohe SPD-Gerichtsentscheidung: Er muss die Partei verlassen

Thilo Sarrazin sorgte mit seinen Aussagen in seinen Büchern für Aufsehen. Der SPD-Politiker war daher in seiner Partei sehr umstritten. Der Oberste Gerichtshof hat nun über seine Zukunft entschieden.

Viel Glück für die SPD-Top: der umstrittene Ex-Politiker und Autor Thilo Sarrazin ist kein Mitglied der Sozialdemokraten mehr. Das höchste Schiedsgericht stellte dies fest Ausschluss von Parteien des 75-jährigen Freitags in Berlin. „Der Ausschluss von Parteien ist daher effektiv“, heißt es in der Nachricht.

Sarrazin legte zweimal Berufung ein

Nach 2009/10 und 2011 war es der dritte Versuch, den ehemaligen Berliner Finanzsenator und Bundesbanker aus der Partei zu werfen. Der jüngste Prozess wurde durch Sarrazins 2018 veröffentlichtes Buch „Feindliche Übernahme: Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht“ eingeleitet. Die SPD-Führung beschuldigt Sarrazin, den Ruf der Partei durch rassistische und islamfeindliche Äußerungen geschädigt zu haben.

Im Januar bestätigte die Berliner Schiedskommission im Berufungsverfahren, dass der Ausschluss der Partei legal sei. Das Komitee auf Distriktebene hatte das schon einmal so gesehen. Sarrazin hatte nach beiden Entscheidungen Berufung eingelegt – jetzt hat die höchste interne Partei entschieden.

Diese Leute sind im Vorstand

Sarrazin konnte nun vor Gericht gehen, musste aber laut SPD nachweisen, dass es im Schiedsverfahren Verfahrensfehler gab. Sarrazin hatte angekündigt, bei Bedarf vor das Bundesverfassungsgericht zu gehen.

Die Bundesschiedsgerichtskommission der SPD ist eine unabhängige Stelle, die über innerparteiliche Streitigkeiten entscheidet. Thorsten Jobs, Richter am Obersten Verwaltungsgericht in Potsdam, leitete den Prozess in der SPD-Zentrale in Berlin. Stellvertretender Ministerrat Heike Werner und Präsident des Saarland-Verfassungsgerichts Roland Rixecker. Die rechtlichen Hindernisse für den Ausschluss von Parteien sind hoch, sodass das Tool nicht zur Unterdrückung von Kritik missbraucht werden kann.

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