Österreich nimmt 15 mutmaßliche Schleuser fest

Österreich nimmt 15 mutmaßliche Schleuser fest

BERLIN (dpa) – Österreichische Behörden haben am Samstag bekannt gegeben, dass sie 15 Personen festgenommen und 14 Fahrzeuge beschlagnahmt haben, die der Schleusung syrischer, libanesischer und ägyptischer Migranten verdächtigt werden.

Die Polizei des Landes Niederösterreich hat nach eigenen Angaben im vergangenen Monat ein Ermittlungsverfahren gegen die Gruppe eingeleitet, die Migranten von der serbisch-ungarischen Grenze über die Slowakei und Tschechien in den Nordosten Österreichs geschmuggelt hat. Sie wurden nördlich von Wien deponiert.

Die 15 mutmaßlichen Schmuggler – Bürger Moldawiens, der Ukraine und Usbekistans – wurden Mitte November bei Kontrollen an verdächtigen Fahrzeugen sowie in einem Hotel in Wien überwiegend festgenommen, teilte die Polizei in einem Bericht mit. Alle versuchten zu fliehen, als sie festgenommen wurden.


Sie sollen 12 bis 15 Personen in Reiseautos und Transporter verladen haben, die Rücksitze entfernt und die Heckscheiben besprüht.

Die Verdächtigen transportierten mehr als 700 Menschen mit Gesamtkosten von mehr als 2,5 Millionen Euro (2,8 Millionen US-Dollar), teilte die Polizei mit. Den Migranten wurden für die Reise 4.000 bis 5.000 Euro pro Person in Rechnung gestellt und sie wollten nach Deutschland weiterreisen – entweder mit der Bahn oder in der Betreuung durch Angehörige.

Die mutmaßlichen Schmuggler wurden in ihrem Herkunftsland über Anzeigen in sozialen Netzwerken angeworben, die einen Job als Fahrer für 2.000 bis 3.000 Euro im Monat anboten.

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