Das Galaxy Z Fold8 Ultra hat sich einem Belastungstest des YouTubers Zack Nelson, bekannt als JerryRigEverything, gestellt. Das 2.199 Euro teure Foldable erwies sich zunächst als erstaunlich widerstandsfähig. Bei einem zweiten extremen Biegeversuch fiel jedoch das innere Display dauerhaft aus.
Galaxy Z Fold8 Ultra übersteht erste Biegeprobe
Im sogenannten Bend-Test biegt Nelson das vollständig aufgeklappte Smartphone entgegen der vorgesehenen Faltrichtung. Damit wird das Gerät einer Belastung ausgesetzt, die deutlich über die übliche Nutzung hinausgeht.
Beim ersten Versuch hält das Galaxy Z Fold8 Ultra stand. Weder das Gehäuse noch das Scharnier weisen sichtbare Schäden auf. Auch der faltbare Hauptbildschirm funktioniert anschließend weiterhin.
Beim zweiten Biegeversuch ändert sich das Ergebnis: Das Innendisplay wird beschädigt und bleibt danach schwarz. Das Smartphone bricht zwar nicht auseinander, die extreme Belastung setzt dem empfindlichen Bildschirm jedoch offenbar so stark zu, dass dieser vollständig ausfällt.
Der Test unterstreicht damit eine grundsätzliche Herausforderung faltbarer Smartphones. Rahmen und Scharnier können erheblichen Kräften standhalten, während das flexible Display weiterhin die empfindlichste Komponente bleibt. Interessant ist dabei auch der Vergleich mit dem regulären Galaxy Z Fold8, das zuvor eine ähnliche Biegeprobe überstanden hatte.
Kratztest zeigt Unterschiede zwischen Außen- und Innendisplay
Abseits des Biegetests liefert das Galaxy Z Fold8 Ultra ein für Foldables typisches Ergebnis. Das äußere Display ist mit Gorilla Glass Ceramic 3 geschützt. Erste Kratzer entstehen ab Mohs-Härtegrad 6, deutlich tiefere Spuren ab Stufe 7.
Das faltbare Innendisplay reagiert wesentlich empfindlicher. Seine weiche Schutzschicht weist bereits ab Mohs-Stufe 2 sichtbare Beschädigungen auf. Auch der Kontakt mit einer offenen Flamme hinterlässt dauerhaft beschädigte Pixel.
Scharnier übersteht Belastung durch Staub
Beim Staubtest schneidet das Fold8 Ultra vergleichsweise gut ab. Nach dem Eindringen von Partikeln ist beim Bewegen des Scharniers zwar ein deutliches Knirschen zu hören, der Faltbildschirm funktioniert danach jedoch weiterhin.
Derartige Tests bilden allerdings keine normalen Alltagssituationen ab. Sie sollen vor allem zeigen, wie einzelne Bauteile auf ungewöhnlich starke mechanische Belastungen reagieren.
Reparatur des Faltbildschirms könnte teuer werden
Ein Defekt des inneren Displays kann erhebliche Kosten verursachen. Nach Angaben von SammyGuru kostet der Austausch des faltbaren Hauptbildschirms rund 639 US-Dollar, umgerechnet etwa 548,68 Euro.
In Deutschland dürfte eine Reparatur beim offiziellen Samsung-Service voraussichtlich deutlich mehr als 600 Euro kosten. Beim Galaxy Z Fold6 liegt der Preis für einen Austausch des Hauptdisplays außerhalb der Garantie ebenfalls oberhalb dieser Marke.
Warum der Test nur begrenzt vergleichbar ist
Aus dem Ausfall lässt sich nicht automatisch ableiten, dass das Ultra-Modell weniger stabil als das reguläre Galaxy Z Fold8 ist. Ein Bend-Test ist kein standardisiertes Prüfverfahren. Bereits kleine Unterschiede bei Kraft, Druckpunkt und Biegerichtung können darüber entscheiden, ob ein Bauteil beschädigt wird.
Auch die Verteilung der Belastung über Rahmen, Scharnier und Display spielt eine wichtige Rolle. Dass der Bildschirm beim zweiten Versuch ausfiel, ist daher kein eindeutiger Beleg für eine grundsätzliche Konstruktionsschwäche.
Eine weitere mögliche Erklärung wäre die Serienstreuung einzelner Komponenten. Diese Vermutung lässt sich anhand eines einzigen getesteten Geräts jedoch nicht belegen.
Hinzu kommt die besonders schlanke Bauweise des Galaxy Z Fold8 Ultra. Im aufgeklappten Zustand ist das Smartphone lediglich 4,1 Millimeter dünn. Für dieses Format musste Samsung insbesondere die Konstruktion rund um Scharnier und Faltbildschirm weiterentwickeln.
Fazit
Das Galaxy Z Fold8 Ultra zeigt im Härtetest eine robuste Gehäuse- und Scharnierkonstruktion. Das empfindliche Innendisplay bleibt jedoch die entscheidende Schwachstelle. Der Ausfall beim zweiten extremen Biegeversuch verdeutlicht die technischen Grenzen moderner Foldables, erlaubt aber keine abschließende Bewertung ihrer Haltbarkeit im Alltag.

Wilbert Stumpf schreibt für Presseraum.at über Politik, Wirtschaft, Technologie, Sport, Unterhaltung und Lifestyle. Er legt Wert auf klare Berichterstattung, aktuelle Entwicklungen und relevante Geschichten, die Leserinnen und Leser verständlich und zuverlässig informieren.
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