Wirecard wird im August aus dem Dax geworfen - die Regeln der Deutschen Börse ändern sich

Wirecard wird im August aus dem Dax geworfen – die Regeln der Deutschen Börse ändern sich

Gründe zum rausschmeißen Wirecard Es gibt mehrere der Dax: Die Insolvenz und der Zusammenbruch des Börsenwertes auf 200 Millionen Euro. Nach den bisher geltenden Vorschriften hätte der Zahlungsdienstleister den deutschen Referenzindex jedoch erst am 21. September verlassen müssen.

Um den ungeliebten Klassenkameraden früher loszuwerden, muss der Deutsche Börse aber jetzt wurden ihre Regeln überarbeitet. Nach den neuen Regeln werden insolvente Unternehmen nun innerhalb von zwei Handelstagen aus den Dax-Auswahlindizes (Dax, MDax, SDax und TecDax) entfernt, teilte die Deutsche Börse mit. Bisher war dies nur für die nächste regelmäßige Inspektion geplant, die alle drei Monate stattfinden muss.

Eine Mehrheit der Marktteilnehmer stimmte nun für eine Änderung der Regeln. Die Index-Tochter Stoxx Ltd. Die vereinbarte Regeländerung soll am Donnerstag, den 19. August, wirksam werden. Die daraus resultierenden Änderungen in der Zusammensetzung von Dax und TecDax werden am selben Abend nach 22.00 Uhr bekannt gegeben und nach Marktschluss am Freitag, den 21. August, umgesetzt. Grundlage der Berechnung sind die Ranglisten vom 31. Juli und andere Angaben aus den Regeln.

Eine weitere Reform der DAX-Regeln ist geplant

Im September 2018 besetzte Wirecard den freien Platz für die Commerzbank Dax genommen. Im Juni 2020 gab die Gruppe jedoch Flugbuchungen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro zu. Die Münchner Staatsanwaltschaft vermutet nun “Betrug mit Handelsbanden” bei Wirecard – seit 2015.

Wer dem Zahlungsanbieter im Dax folgt, entscheidet die Messe erst nächste Woche. Das Rennen wird höchstwahrscheinlich vom Restaurant-Lieferservice Delivery Hero und dem Tastemaker Symrise gewonnen. Im Technologiewertindex TecDax gelten die beiden Unternehmen LPKF und Stratec als Favoriten für die Stelle als Zahlungsabwickler.

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Delivery Hero hatte sein deutsches Unternehmen an den Konkurrenten Just Eat Takeaway (“Lieferando”) verkauft – so kann das frühere Start-up kaum als Spiegelbild der deutschen Wirtschaft angesehen werden, die der Dax repräsentieren soll. Vor einigen Jahren hat die Börse der Arbeitsgruppe Aktienindizes jedoch jeglichen Spielraum für die Dax-Zusammensetzung genommen. Sie trifft Entscheidungen nur auf der Grundlage des Marktwerts des Streubesitzes und des Handelsvolumens.

Die neue Regelung für insolvente Unternehmen wurde in den letzten drei Wochen von der Deutschen Börse genehmigt. Die Änderung betrifft insbesondere die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens als gesetzliches Verfahren und umfasst alle relevanten öffentlichen Angaben, die der Einzelhändler in Eschborn bei Frankfurt angegeben hat. Da auch Unternehmen aus anderen EU-Ländern Indexmitglieder werden können, bezieht sich die Verordnung nicht nur auf das deutsche Insolvenzrecht.

Darüber hinaus arbeitet die Börse an einer Reform der Dax-Regeln, über die die Marktparteien dann abstimmen werden. Bisher hat der Indexanbieter den Inhalt jedoch niedrig gehalten.

Ikone: Der Spiegel

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