Vorbild europäische Spitzenklubs? So können österreichische Fußballmannschaften ihren Bekanntheitsgrad steigern

Im modernen Profifußball werden Themen wie Branding und damit der internationale Bekanntheitsgrad eines Vereins immer wichtiger. In dieser Hinsicht hinken österreichische Teams oft hinterher: außerhalb der Alpenrepublik dürften Fußballfans wohl noch am ehesten RB Salzburg kennen, die großen Vereine aus Wien sind vor allem national bekannt. Wenn der österreichische Fußball insgesamt erfolgreicher werden soll, führt aber kein Weg an mehr internationaler Aufmerksamkeit vorbei – denn dies generiert Mehreinnahmen, die in Profis und Strukturen investiert werden können. Wir zeigen, was sich österreichische Fußballmannschaften im Hinblick auf ihren Bekanntheitsgrad von großen europäischen Teams abschauen können.

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Bekanntheitsfaktor 1: Trainer als Gesichter des Erfolgs

Der Erfolg europäischer Topteams wird immer auch mit deren Trainern verknüpft. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist Pep Guardiola: egal ob beim FC Barcelona, dem FC Bayern München oder Manchester City, wo der streitbare Katalane das Sagen hatte, lief es nicht nur, er war auch immer das Gesicht des Vereins. Hinzu kamen natürlich jeweils jede Menge Top-Spieler für teilweise riesige Transfersummen. Aber: wenn ein Coach mit Konzept und langfristiger Strategie an der Seitenlinie steht, fallen teure Spielertransfers viel eher auf fruchtbaren Boden – zuerst spielerisch und dann marketingtechnisch. Das wird auch an weiteren europäischen Top-Trainern der letzten Dekade klar, allen voran Jürgen Klopp. Wo er hinkommt, macht er einzelne Spieler besser und prägt die Transferpolitik. Dass Coaches mit dem Potenzial zum Vereinsgesicht aber nicht immer internationales Renommee mitbringen müssen, zeigt das Beispiel des jetzigen Wolfsburg-Trainers Oliver Glasner, der zuvor mit der LASK Linz in der österreichischen Liga für Aufsehen gesorgt hatte. Wenn österreichische Mannschaften ihren Bekanntheitsgrad steigern und eines Tages an die großen europäischen Clubs herankommen wollen, sollten sie also womöglich noch mehr Wert auf die richtigen Männer an den Seitenlinien legen – und vielversprechende Coaches wie Glasner oder Ralph Hasenhüttl in Zukunft in der Liga halten.

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Bekanntheitsfaktor 2: E-Sport als zeitgemäßes Marketing-Tool

E-Sport spielt für viele Fußballpuristen weiterhin nur am Rande eine Rolle. In der Realität scheint jedoch klar, dass die Zukunft des Fußballs (auch) den Konsolenspielern gehört. So dominiert der FC Bayern München etwa seit Jahren die deutsche Bundesliga und gehört Stand März 2021 mit einer Sportwetten Quote von 1,05 bei Betway wieder zu den heißesten Anwärtern auf die Meisterschaft (Stand: 22.03.). Damit ist das Team zunächst auch unter Entwicklern von Spielen wie FIFA äußerst begehrt. Schließlich sorgt der Bayern München als spielbares Team für jede Menge Aufmerksamkeit und kommt so dem Marketing zugute. Zusätzlich setzen die Bayern aber seit 2019 auch auf ein eigenes E-Sports-Team, das den Erfolg auf die Bildschirme der Welt bringen soll – sowohl sportlich als auch im Hinblick aufs Branding. Bei anderen europäischen Spitzenteams zeigt sich ebenfalls eine Tendenz hin zum E-Sport. So verfügt auch Manchester City über ein professionelles E-Sport-Team im Spiel FIFA von EA Sports. Ähnliches lässt sich über Paris Saint-Germain sagen, die zu den heißesten Anwärtern auf den diesjährigen Champions-League-Sieg gehören. Das Modell E-Sport scheint sich also auszuzahlen und kann womöglich auch österreichischen Teams einen vergleichsweise günstigen und effektiven Marketing-Boost ermöglichen.

Bekanntheitsfaktor 3: Stabilität als Priorität

Fußballvereine haben meist nur dann langfristigen Erfolg, wenn auf der Führungsebene eine gewisse Stabilität gegeben ist. Das Beispiel des großen FC Barcelona zeigt, dass Querelen im Management oder eine gewisse Unsicherheit auf dem Trainerposten früher oder später zu durchwachsenen Leistungen auf dem Platz führen. Mangelndes Leistungsvermögen wiederum schlägt sich dann im internationalen Branding und somit bei den Marketingeinnahmen wieder – Vereine, die es in der Vergangenheit nicht schafften, auf wichtigen Personalpositionen für Stabilität zu sorgen, verschwanden immer wieder in der Versenkung. In der österreichischen Liga ist im Gegensatz dazu teilweise schon eine gewisse Konstanz vorhanden: so setzt etwa RB Salzburg seit 2015 immer mindestens für zwei Jahre auf den gleichen Trainer. Auch durch das Red-Bull-Sponsoring herrscht im Management eine Menge Ruhe vor, die die hohe Spielerfluktuation auszugleichen scheint. Andere Vereine der österreichischen Liga können sich hier jedoch noch eine ordentliche Scheibe abschneiden, auch um Blamagen wie die des Wolfsberger AC gegen Tottenham Hotspur in Zukunft zu vermeiden, die dem internationalen Ansehen schaden.

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Fazit: mehr internationale Bekanntheit durch drei Säulen

Wenn österreichische Fußballvereine ihren internationalen Bekanntheitsgrad in Zukunft steigern wollen, sollten sie auf drei Faktoren setzen: Trainer, die Charisma und Leistung vereinen, innovative Marketingstrategien und langfristige Stabilität in der Führungsriege. Vereine wie der FC Bayern München oder Manchester City machen seit vielen Jahren vor, dass diese Kombination zum Erfolg führen kann.

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