Österreichische Datenschutzgruppe reicht Beschwerde gegen Google ein

Laut NOYB ist der Code auf fast allen 306 Millionen aktiven Android-Handys in der Europäischen Union vorhanden.

  • Eine österreichische Online-Datenschutzkampagnengruppe hat eine Beschwerde gegen Google wegen eines “illegalen” Tracking-Codes eingereicht, der auf Android-Handys installiert ist.
  • Laut NOYB wird der Android-Werbe-ID-Code “ohne Wissen oder Zustimmung des Benutzers” erstellt und “fungiert als Nummernschild, das das Telefon eines Benutzers eindeutig identifiziert und zwischen Unternehmen geteilt werden kann”.
  • Laut NOYB ist der Code auf fast allen 306 Millionen aktiven Android-Handys in der Europäischen Union vorhanden.

Eine österreichische Online-Datenschutzkampagnengruppe sagte am Mittwoch, sie habe eine Beschwerde gegen Google eingereicht, weil es sich angeblich um einen “illegalen” Tracking-Code handelt, der auf Android-Handys installiert ist.

Die Beschwerde von NOYB betrifft Googles Android Advertising Identifier (AAID) und wurde bei der französischen Datenschutzbehörde CNIL eingereicht.

Laut NOYB wird der AAID-Code “ohne Wissen oder Zustimmung des Benutzers” erstellt und “fungiert als Nummernschild, das das Telefon eines Benutzers eindeutig identifiziert und zwischen Unternehmen geteilt werden kann”.

Darüber hinaus gibt NOYB (keiner aus Ihrem Unternehmen) an, dass Benutzer nicht die Möglichkeit haben, den Code zu entfernen, sondern nur die Option, eine neue Tracking-ID zu generieren.

Er behauptet, dies verstoße gegen die Anforderung der EU-Online-Datenschutzrichtlinie, dass Benutzer eine Einverständniserklärung für eine solche Nachverfolgung abgeben müssen.

Stefano Rossetti, Anwalt für Datenschutz bei NOYB, verglich den Code mit “farbigem Puder an Füßen und Händen, der jeden Schritt und jede Aktion kennzeichnet, die Sie ausführen: alles, was Sie im mobilen Ökosystem berühren”.

Laut NOYB ist der Code auf fast allen 306 Millionen aktiven Android-Handys in der Europäischen Union vorhanden.

READ  Trump geht im Streit um Steuererklärungen erneut vor den Obersten Gerichtshof

Die jüngste Beschwerde folgt einer ähnlichen Beschwerde, die NOYB im vergangenen Jahr in Österreich gegen Android eingereicht hat.

NOYB hat zuvor das EU-Datenschutzrecht verwendet, um rechtliche Anfechtungen zum Online-Datenschutz in verschiedenen europäischen Ländern einzureichen.

Im November leitete er Maßnahmen gegen Apple in Deutschland und Spanien wegen ähnlichen Codes auf Apple-Handys ein, die als IDFA (“Identifier for Advertiser”) bekannt sind.

Zu den Gründern von NOYB gehörte der Datenschutzaktivist Max Schrems, der eine Reihe von rechtlichen Siegen im Bereich Online-Datenschutz erzielt hat.

Eine rechtliche Beschwerde von Schrems veranlasste das oberste Gericht der EU, ein Online-Datenabkommen zwischen Europa und den USA aufzuheben, das als “Privacy Shield” bekannt ist.

Im Jahr 2015 sabotierte ein weiterer von Schrems eingereichter Fall einen früheren Deal zwischen der EU und den USA, auf den Technologiegiganten bei der Geschäftstätigkeit angewiesen waren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.