Ist der Browser überflüssig? Browser-Unterhaltung im 21. Jahrhundert

Ist der Browser überflüssig? Browser-Unterhaltung im 21. Jahrhundert

Es gab Zeiten, da war der Browser für viele der erste Ansprechpartner nach einem langen Arbeitstag. Webseiten wie YouTube hatten gerade ihren Durchbruch erlebt und Facebook wurde weltweit erfolgreich verwendet. Dabei gab es einige Jahre, in denen gerade Browser-Spiele als Zeitvertreib gesehen wurden, doch heute scheint es kaum noch solche Spiele zu geben. Was ist aus dem alten Browser-Content geworden? Ist der Browser als Unterhaltungstool wirklich „tot“?

Der Anfang der Browser-Unterhaltung

Viele erinnern sich vielleicht noch an die ersten Online-Spiele, die im Webbrowser mit Shockwave oder HTML gespielt werden konnten. Die meisten waren simpel und einfach zu bedienen, waren jedoch ihrer Zeit bereits voraus. Als sich Unterhaltungsmedien weiterentwickelten, wurde Flash eingeführt, ein Programm, das heute noch immer in modifizierter Form in Verwendung ist. Die neuen Spiele ließen mehr Interaktionen zu und waren mit besserer Grafik ausgestattet, was Unterhaltung dieses Formats um einiges beliebter machte. YouTube basierte lange Zeit auf Flash, bevor es 2015 auf den neuen Anbieter aus HTML5 wechselte. Sobald Facebook den Unterhaltungsmarkt für sich erkannte, wurden neben Videos Spiele auf der Plattform angeboten. Diese rudimentären Formen der heutigen Online-Spiele erlaubten es erstmalig, dass Spieler miteinander agieren konnten. Statt sich nur durch Events zu klicken, konnten Spieler die Haustiere ihrer Bekanntschaften füttern oder Geschenke austeilen, um einen Vorteil in diesem Spielen zu erlangen. Viele dieser Aspekte sind heute noch in unseren Lieblingsspielen vertreten und haben eindeutig zur Beleibtheit dieser Spiele beigetragen.

Spiele und Unterhaltung im Browser

Schon einmal RuneScape gespielt? Das ehemalige Browser-Spiel ist heute noch so beliebt, dass es ein Revamp für Steam erhielt, allerdings ist auch die klassische Variante auf Steam zugänglich. Der Browser mag für RuneScape zwar ausgedient haben, dafür sehen wir einen eindeutigen Erfolgstrend: schnelle und sichere Unterhaltung, die keine hohen Grafikvoraussetzungen hat und somit einer breiten Gruppe an Usern Unterhaltung ermöglicht. Oftmals erfordern diese Webseiten keine Aktivierung eines Kontos, im Gegensatz zu Anbietern wie Steam, und können ohne Anmeldung verwendet werden. Gerade dies macht für viele User den Reiz aus, wenn sie sich anonym im Internet bewegen können. Casinos, die häufig keine Anmeldung voraussetzen, basieren zum Beispiel auf einer SSL-Verschlüsselung und können trotz des Fehlens eines Kontos die Sicherheit ihrer User garantieren. Eine solche Verbindung ermöglicht sogar eine Bezahlung im Internet, ohne sich zuvor im Casino registriert zu haben.

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Quelle: pixabay

Heutige Browserspiele werden generell in drei Kategorien eingeteilt: Massively Multiplayer, Multiplayer-Spiele und Singleplayer-Spiele. Singleplayer-Spiele sind die mit Abstand häufigsten Spiele, da sie am wenigsten Speicher voraussetzen. Oftmals können diese Spiele allerdings keinen Fortschritt festhalten, weswegen das Schließen des Browsers zum Löschen des Inhalts führt. In die Kategorie der Multiplayer-Spiele fallen alle Spiele, die Brettspiele wie Schach oder Carcassonne imitieren. Sie enthalten rudimentäre Möglichkeiten, mit anderen Spielern zu kommunizieren. In Spielen des Massively Multiplayers interagieren mehrere hunderte Spieler zur selben Zeit und setzen demnach auch den größten Speicher voraus. In diesem Fall muss ein zusätzliches Programm heruntergeladen werden, um den Browser als Zugang verwenden zu können. Ein Beispiel hierfür wäre das Spiel Town of Salem, das auf dem klassischen Werwolf-Spiel basiert.

Die Zukunft des Browsers

Wie Presseraum berichtet hat, haben sich Webbrowser heute den neuen Gegebenheiten der Digitalisierung angepasst. Erst im Jänner wurde das beliebte Videospiel Celeste auf einer Browserkonsole mit neuem Update als Celeste 2: Lanis Wanderung zur Verfügung gestellt und öffnete damit die Tore eines neuen Spieltyps, der Anonymität und Unterhaltung in Zukunft vereinen könnte. Die geringeren Grafikanforderungen sind ideal für Computer jeglicher Art und übermitteln das Retro-Feeling, das viele Gamer heute in ihren Spielen vermissen. Oftmals stellt sich die Frage, wie real Unterhaltung werden darf, bis wir den Unterschied zwischen Realität und Fiktion nicht mehr unterscheiden können oder uns, knapp gesagt, einfach nur mehr langweilen. Neue Ideen, den Browser in unsere Unterhaltung einzubinden, sind auf jeden Fall gewünscht, denn je inklusiver Online-Spiele werden, desto größer wird die Plattform der User, die mit diesen Programmen experimentieren und neue Designs schaffen.

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Unterhaltungsmedien wie YouTube werden mit Sicherheit weiterhin im Webbrowser vertreten bleiben. Obwohl Apps wie Spotify ihre eigene Plattform anbieten, ist YouTube dennoch der Hauptlieferant für Musik, Videos und mittlerweile auch Kurzfilme im Internet. Die Webseite wird wohl noch einige Zeit auf ihrem Thron verbringen und den Browser für sich beanspruchen. Social Media ist zwar auf unseren Smartphones als App erreichbar, allerdings greifen viele immer noch zum Browser. Warum? Alt bedeutet bekannt, während wir uns an Neuerungen erst gewöhnen müssen. Wir sind davon überzeugt, dass sich der Webbrowser in den nächsten Jahren nur mehr unseren Wünschen anpassen wird.

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