VIER PFOTEN fordert schleunigst Rechtsklarheit im Sinne der Singvögel
Linz (OTS) – Morgen, am 15.9.2005, beginnt die Jagdsaison auf Singvögel in Oberösterreich wieder offiziell, von LHstv. Haider wurden die Bewilligungen zum Fang erteilt. Für Tausende Singvögel beginnt nun erneut ein Martyrium.
"LHstv. Haider setzt sich mit der Erteilung der Fanggenehmigungen über geltendes Bundesrecht hinweg. Er beugt sich damit dem Druck einer Minderheit dogmatischer Vogelfänger, die unter dem Deckmäntelchen der Tradition Tieren Leid zufügen“, kommentiert Mag. Andreas Sax, Kampagnenleiter Vier Pfoten, das Vorgehen der Politik.
„Wissenschaftliche Gutachten haben eindeutig belegt, dass die Vögel durch das Fangen und Einsperren einem ganz massiven Stress ausgesetzt werden. Dieses Brauchtum hat darüber hinaus massive Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht. Aus Sicht des Tierschutzes hinterlässt der Singvogelfang irreparable Schäden“, beschreibt Sax das Szenario.
Vier Pfoten rät zu einem zeitgemäßen Kompromiss, der für alle Beteiligten- ob Mensch oder Tier- gleichermaßen tragbar ist. Die Vogelfänger wären gut beraten ihre Vogelfallen einzupacken und gegen Kameraausrüstungen zu tauschen. Durch die Fotografie könnten die Vögelfänger weiterhin ihrer Liebe zur Natur und zur Beobachtung der Tiere frönen und die Ergebnisse ihrer Pirschgänge könnten in Ausstellungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
"Mit dieser Lösung wäre auch den Vogelfängern geholfen, die weiterhin die Nähe der Singvögel suchen könnten und auch die Öffentlichkeit könnte die wunderschönen Tiere über Bilder kennen lernen und somit von den Streifzügen der ehemaligen Vogelfänger profitieren", so Sax.
„Es ist bedauerlich, dass das vielzitierte fortschrittlichste, europäische Bundestierschutzgesetz durch das oberösterreichische Landesrecht ausgehebelt wird. Es gilt nun im Sinne der Tiere so rasch als möglich Rechtsklarheit zu schaffen“, schließt Sax.
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ANDREA PUSLEDNIK
Pressesprecherin
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